
Vor rund 50 Jahren begann auf der Elbe die Zukunft – zumindest fühlte es sich so an. Denn man konnte im sogenannten „Schnellverkehr“ mit den beiden, neuen Gleitbooten NEWA und MOSKWA in unter 2 Stunden Fahrzeit von Dresden nach Bad Schandau fahren.
Die von der Moskauer Flusswerft entwickelten Gleitboote besaßen einen Schiffskörper aus Aluminium und waren mit einem leistungsstarken 12 Zyl.- 4 Takt-Dieselmotor vom Typ M-400 mit satten 830 PS Leistung ausgestattet. Damit erreichte man Geschwindigkeiten bis 45 Kilometer pro Stunde. Allerdings sorgte der Wasserstrahlantrieb in der Elbe für entsprechende Verwirbelungen und einen (bei Wassersportlern gefürchteten) Wellenschlag, so dass der Schiffsführer bei jeder Schiffsbegegnung und an jeder Fährstelle die Fahrt drosseln musste.
Obwohl der Schiffstyp in der damaligen Sowjetunion in hundertfacher Ausfertigung im Einsatz war blieb ein Erfolg auf der Oberelbe aus. Zu hoher Spritverbrauch, zu laut und zu Störungsanfällig waren die beiden Botte. Und so kam bereits 1981 für beide das Aus. Aber bei vielen Dresdnern sind sie, trotz der kurzen Einsatzzeit, noch in Erinnerung.